Von Imran Ayata
Das ist ‘ne coole Sendung, Bruder«, sagte Güney, umarmte mich und klopfte
mir mehrfach auf den Rücken – eine übertriebene Sympathiebekundung,
bei der ich eine Statistenrolle hatte, so kam es mir zumindest vor. Meine
Kollegen baten den Star um ein gemeinsames Foto. Liz hatte eine Digitalkamera
dabei, die anderen schossen Starfotos mit ihrem Handy. Ayhan Güney signierte
Autogrammkarten. All das in meinem Revier.
»Die Hauptstadt schläft. Wir sind wach«, sprach ich ins Mikrofon. Das Instrumental wurde schnell ausgeblendet.
»Ich hoffe, heute sind besonders viele wach, denn wir haben einen echten Star zu Gast. Er hat nicht nur den Golden Globe, sondern auch andere Auszeichnungen nach Hause getragen. Das allein qualifiziert ihn aber nicht für meine Sendung. Güney ist hier, weil er ein Nachtschwärmer ist: Ayhan Güney, herzlich willkommen!«
»Danke, freu mich, hier zu sein.«
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